Mountainbiken in Finkenberg

Um den Olperer über Tuxer Joch (2338 m) als 3-Tagestour

Finkenberg

Wegbeschreibung

1.ETAPPE: TUXER-JOCH-HAUS (2.316 m) - 1.460 Höhenmeter, 24 Kilometer

Ein Start am frühen Nachmittag reicht vollkommen aus! Für die Auffahrt von Finkenberg (890 m) bis Vorderlanersbach (1.257 m) gibt es zur Hauptstraße leider keine lohnende Alternative, nach Hintertux kann man jedoch auf Schotterwegen entlang des Tuxbaches die Asphaltstraße geschickt meiden. Vor Hintertux (1.500 m) zweigt man rechts auf die steile Straße zur Bichlalm (1.725 m) ab, von dort eher flach bis zum Weitentalbach (1.790 m), dann äußerst steil auf losen Untergrund zur Sommerbergalm (2.028 m) weiter. Zum Schluss quält man sich, am Rande des fahrbaren, die Kehren zur Tuxer-Joch-Hütte (2.316 m) hinauf.

Ebenso kraftraubend ist die landschaftlich reizvolle Auffahrt über das Weitental, dass nach der Bichlalm über einen extremen Anstieg mit einer kurzen Schiebestrecke, vorbei am Schleierfall, erreicht wird.

2.ETAPPE: GRENZKAMMSTRASSE (2.200 m), ENZIANHÜTTE (1.894 m) - 1.980 Höhenmeter, 65 Kilometer

Frisch und munter erreicht man am frühen Morgen das Tuxer-Joch (2.338 m). Beim anstehenden Singeltrial nach Kasern geht ´s gut 500 Downhill-Höhenmeter ins Eingemachte, sind grobe Felsblöcke, Spitzkehren, Stufen, Wurzeln und Bäche bei respektablem Gefälle zu meistern. Höchste Konzentration und perfekte Fahrtechnik ist auf diesem Pfad Grundvoraussetzung, auf dem selbst Profis mal kurz zum Absteigen gezwungen werden. Wer diesen netten Herausforderung nicht gewachsen ist, schiebt sein Bike ins Tal - dauert übrigens auch nicht viel länger.

Nun immer den Schmirnbach auf Nebenstraßen folgend, erreicht man nach einer endlosen Abfahrt Stafflach (1.100 m), wo links zirka 3 km auf der Bundesstraße nach Grieß am Brenner (1.164 m) weitergefahren wird. Rechts nach Vinaders (1.269 m), zweigt hinter der Kirche die Forststraße zur bewirtschafteten Sattelalm (1.633 m) ab, die am Weg zum Sattelberg immer verwachsener, erdiger und vor allem steiler wird. Aufgrund des "reibungslosen" Untergrundes ist für knapp 150 Höhenmeter ohnehin eine Schiebeeinlage einzuplanen!

Achtung: Im Bereich Sattelalm - Staatsgrenze besteht derzeit ein Interessenskonflikt mit einem Grundbesitzer. Bitte vor einer Durchfahrt die aktuelle Situation beim Wirt der Sattelalm erfragen!!!

Grenzgenial das Panorama am Sattelberg (2.115 m) und natürlich im weiteren Verlauf auf der gut 10 Kilometer langen "Brenner Grenzkammstraße". Bella Italia - zwischen 2.000 m und 2.200 m Seehöhe führt die ehemalige Kriegsstraße, vorbei an Steinjoch, Kreuzjoch und Flachjoch zum Sandjöchl hinüber, wo schon ein sensationeller Downhill nach Brennerbad auf uns wartet. Zahlreiche Serpentinen schlängeln bis zu einer Kreuzung auf 1.630 m hinab, bei der man links zu Wechselalm abbiegt, hier weiter durch die Tunnels bis Brennerbad (1.335 m) abfährt.

Von der Bundesstraße (1.295 m) müssen nochmals "steile" 600 Höhenmeter bis zur Enzianhütte (1.894 m) überwunden werden, ehe man geschlaucht ins Bett fallen darf.

3.ETAPPE: SCHLÜSSELJOCH (2.212 m), PFITSCHER JOCH (2.246 m) - 1.260 Höhenmeter, 60 Kilometer

Auf der heutigen Tagesetappe stehen zwar weniger Höhenmeter am Programm, anstrengend wird die lange Tagesetappe allemal, muss man gleich zu Beginn am verblockten Karrenweg zum Schlüsseljoch hinauf sein Fahrgeschick unter Beweis stellen. Schinden und Schieben bleibt Einem auch hier nicht erspart! Am Sattel (2.112 m) angekommen, darf man ein traumhaftes Panorama genießen, zudem Tiefblicke schon die alte Kriegsstraße erkennen lassen, auf der nun abgefahren wird. "Abgefahren" ist anfangs auch der "steile" Trail, der später in eine anspruchsvolle, holprige Schotterpiste übergeht und als "Grande Finale" nach einer finsteren Tunneldurchfahrt in Flussendross (1.384 m) mit glühenden Scheibenbremsen endet.

Auf Schotterwegen erreicht man entlang des Pfitscher Baches den Ort St. Jakob (1.440 m). Vom Talschluss ziehen sich die 800 Höhenmeter, auf einer mehr oder weniger steilen Forststraße, bis zur Pfitscher-Joch-Hütte (2.275 m) scheinbar ewig dahin.

Nach einer ordentlichen Einkehr und einem Cappuccino im Hochgebirge, bereitet einem der durchwegs fahrbare Singletrail zum Schlegeisspeicher (1.780 m) wirklich viel Freude, fährt man am Wanderweg genussvoll an zahlreichen Bikern vorbei, die gerade ihr Rad zum Sattel hochschieben. Nach den Asphaltkehren von der Staumauer biegt man vor dem Tunnel (1.490 m) links auf einen schönen Wanderweg ab, der beim GH Breitlahner (1.256 m) wieder in die Hauptstraße mündet. Auf Nebenstraßen bis nach Ginzling (940 m), dann in der breiten Tunnelgallerie bis zur Abzweigung (890 m) nach Finkenberg und hier links bis zum Ausgangpunkt auffahren.

Empfohlene Ausrüstung: Mountainbike mit mind. 80 mm Federgabel, Scheibenbremsen ratsam-br-Wechselwäsche, warme Kleidung, Wind-, Regen-, und Sonnenschutz-br-Hygieneartikel, Lampe, Hüttenschlafsack-br-natürlich Handy, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Reserveschlauch, Flickzeug, Pumpe-br-auch wichtig, die Digitalkamera!

Rast/Einkehr

Tuxer-Joch-Haus (2.316 m), Tel. +43/5287/87216 - Reservierung sehr empfehlenswert-br-Enzianhütte (1.894 m), Tel. +39/0472/631224

Bemerkung

Aufgrund der Höhenlagen darf die Tour mit den schwierigen Alpencross-Übergängen nicht unterschätzt werden, da sich auf der Strecke lange Schneereste halten, zudem Gewitter in Kammnähe gefährlich werden können, ein Wetterumschwung mit Schneefall die Strecke schnell vereisen lässt und mit einem großen, schweren Rucksack am Rücken die Kondition mit zunehmender Höhe rapide abnimmt. Beste Zeit: Anfang Juli bis Ende September

ACHTUNG: Diese Tour unterliegt auf manchen Teilen einem Fahrverbot. Auf diesen Teilen ist das Rad bzw. das Mountainbike zu schieben!.

Adresse Um den Olperer über Tuxer Joch (2338 m) als 3-Tagestour