Klettersteig in Schladming-Rohrmoos

Hoher Dachstein (2995m) über "Südwand-Klettersteig"

Schladming-Rohrmoos

Wegbeschreibung

JOHANN-KLETTERSTEIG: (600 Höhenmeter, 800 Klettermeter, Schwierigkeit E)-br/-Nach dem Anseilplatz sind die ersten Versicherungen über Felsböcke (B) meist unter Schnee und Eis begraben. Noch einmal in die Hände gespuckt, zieht man sich gleich zu Beginn überhängend, steil über einen Felsvorsprung (E!) hinauf. Diese Schlüsselstelle hat schon so manchen zur Umkehr gezwungen - hat man ein Sicherungsseil parat, hilft ein starker Vordermann den Schwächeren Kletterern über diese extrem schwere Passage etwas nach, müssen sie sich dann nicht kraftraubend die Karabiner umhängen. Vorsicht, diese "Schummelei" ist hier allerdings eine Ausnahme - die technische Hilfe ersetzt nicht die benötigte Armkraft für die weiteren D-Stellen!-br/-Es folgt über eine steile Plattenrampe (langer C und B/C-Abschnitt), die bei Wasserrillen (C) im Fels endet. Der sehr schwere Mittelteil des Steiges führt über einen luftigen Felskopf (B/C, dann D) zu einer anspruchsvollen Querung (C/D), die auf eine senkrechte, glattpolierte Platte mit Trittstiften übergeht. Die ausgesetzte Felswand ist unschön mit unzähligen Eisenstiften zugenagelt, weshalb ich die "Verzierung" auch "Igel" nenne! Nichts desto trotz, endet der schwere Abschnitt am "Adlerhorst", wo sich auch ein Rastplatz befindet und eine gute Überholmöglichkeit bietet. Nach den steilen Wandstufen (B/C) erreicht man einen ausgesetzten Felsvorsprung (C/D), an dem von innen heraus traumhafte Klettersteigfotos geknipst werden können. Dem nicht genug, wartet schon die nächste Fotopause beim kraftvollen Spreizschritt (C/D) auf einen steilen Pfeiler (C/D), ehe der Klettersteig nach der ausgesetzten, wie fordernden Ausstiegsrampe (C, C/D und D) mit herrlichen Tiefblicken bei der bewirtschafteten Dachsteinwarte endet. Bei einem Bier können die leeren die "Akkus" beim Blick über den Hallstätter-Gletscher wieder aufgeladen werden. 3 Stunden sollten eingeplant werden, bei einem Besucheransturm auch mehr-br/--br/-WEITERER AUFSTIEG:-br/-Gestärkt geht es bei der Dachsteinwarte nach Westen über den meist ausgetretenen Gletscheranstieg bis zu einer markanten, in den Gletscher ragenden Felsblock, zum Einstieg des Schulteranstieges weiter (20 Minuten). -br/--br/-SCHULTERANSTIEG: (170 Höhenmeter, Schwierigkeit B und 1+)-br/-Mit Hilfe von Eisenstiften und -stangen steigt man über zerklüfteten Fels den Grat(Schulter) empor. Der Steig ist teilweise mit lockeren Drahtseilen versichert, aber auch kurze ungesicherte Passagen (bis 1+) sind zu überwinden. Im weiteren, zum Teil ausgesetzten Verlauf trifft der Schulteranstieg auf den durchgängig versicherten Randkluftsteig, über diesen zum Gipfelkreuz hinauf geklettert (A/B) wird. 40 Minuten-br/--br/-Oben am Gipfel warten nicht nur viele "Wander-Touristen", die sich gegen gutes Geld von einem Bergführer "hochziehen" haben lassen, sondern bei guter Fernsicht auch ein gewaltiges Panorama vom Alpenvorland über das Tote Gebirge, Niedere und Hohe Tauern sowie Hochkönig und geht dann nahtlos in die Osterhorngruppe und den Salzkammergutbergen über.

Empfohlene Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung (Helm, Brust- und Hüftgurt, Klettersteigset), Handschuhe, zusätzlich Steigeisen für den Zustieg (Firnreste im Frühsommer) und am Gletscher, Sicherungsseil (mind. 10 m) um Schwächeren zu helfen (wenn Randkluft zu groß ist oder die Fixseile unter Eis liegen), viel zu trinken, Digitalkamera!-br/--br/-Da der Gletscher relativ flach ist (max. 20°) und bis zur Bergstation bei vernünftiger Routenwahl (nahe am Fels, Spur des Pistengerätes) keine Spalten aufweist, kann auf Seilschaft ebenso verzichtet werden, wie das Mitführen des Pickels, sollten die Klettersteige eisfrei sein! Bei Nebel hilft ein Kompass, dass man nicht vom sicheren Weg zum Hunerkogel abkommt.

Rast/Einkehr

Südwandhütte (1.871 m, Übernachtungsmöglichkeit für 60 Personen, +43/3687/81509), Dachsteinwarte/Seetalerhütte (2.741 m, Übernachtungsmöglichkeit für 18 Personen, +43/3687/81036)

Bemerkung

Der Dachstein ist an Schönwettertagen recht überlaufen! Ein "Stau" in den Steigen sollte dann einkalkuliert werden. Wer also die Möglichkeit hat, sollte die lange Tagestour an einem Wochentag in Angriff nehmen und möglichst noch vor Sonnenaufgang aufbrechen, will man im Johann-Klettersteig zügig voran kommen.

Diese Tour wird mit freundlicher Genehmigung von www.alpintouren.com zur Verfügung gestellt. Alle Texte, Bilder und Informationen sind urheberrechtlich geschützt.

Adresse Hoher Dachstein (2995m) über "Südwand-Klettersteig"