Klettersteig in Region Ramsau am Dachstein

Johann Klettersteig auf die Dachsteinwarte

Region Ramsau am Dachstein

Wegbeschreibung

Über etwas brüchigen Fels (manchesmal liegen hier die Drahtseile noch unter einem Altschneefeld) an den überhängenden untersten Wandabbruch heran. Nach links und über den etwa fünf Meter hohen, kraftraubenden Überhang (E) empor. Hat man diesen einigermaßen locker geschafft, sollte der Rest rein von der Schwierigkeit her gesehen keine Probleme mehr bereiten. Man gelangt auf eine plattige Rampe (C), die großteils auch frei sehr schön kletterbar ist. Das Gelände wird gegen Ende der Rampe allmählich leichter (B, Stellen C) und man erreicht eine Bänderzone, über die von links her und nach rechts weiterziehend die Pfannl-Maischberger-Führe kommt (altbekannte Klettertour im dritten Schwierigkeitsgrad und immer noch lohnend, sofern man den richtigen Durchstieg findet).

Wenn man hinaufschaut, dann kann man erahnen, was einen noch erwartet. Zuerst geht es auf einen Felskopf hinauf (Stellen C). Von diesem steigt man in die fast senkrechte, teilweise völlig glatte Riesenplatte ein, die der Dachsteinwarte ihr markantes Gepräge gibt. Nach einem schwierigen Quergang (D) geht es senkrecht nach oben. Bestens gesichert und mit Trittstiften reichlich versehen wird die Riesenplatte überwunden (durchgehend D). Zeit um Fotos nach oben oder unten zu schießen sollte man sich hier auf jeden Fall nehmen. Die Ausgesetztheit in der Platte ist wirklich fotogen!

Man steigt auf einen Rastplatz aus, von dem es deutlich leichter (Stellen B bis C) über plattigen Fels aufwärts geht zum Ansatz des sogenannten Alb-Wil-Pfeilers. Über diesen in wechselnder Schwierigkeit und sehr schön aufwärts, Stellen bis D. Man hat dabei immer phantastische Aus- und Tiefblicke, vor allem aber auch einen beeindruckenden Nahblick auf die Dachstein Südwand.

Der Steig wird sich für den einen oder anderen schon etwas in die Länge ziehen, bevor nach einem luftigen Quergang endlich der Ausstieg erreicht wird und man damit beinahe in die Bierkrüge der Seethaler Hütte hineinstolpert.

Den richtigen Schlusspunkt setzen wird dann wohl noch die Besteigung des Dachsteins über einen der beiden Gipfelsteige (Schulter Anstieg oder Randkluft Steig, siehe alpintouren.at).

Empfohlene Ausrüstung: Vollständiges Klettersteigset, Steinschlaghelm, evtl. Steigeisen für den Zustieg und zusätzlich ein Pickel, falls man den Dachsteingipfel einplant.

Rast/Einkehr

Seethaler Hütte, 2740 m, auf dem Gipfel der Dachsteinwarte, ÖAV Sektion Austria, Telefon +43/(0)3687/81036 oder +43/(0)664/3240640, www.seethalerhuette.at-br-Gletscherrestaurant Hunerkogel, 2687 m, am Hunerkogel bei der Bergstation der Gletscherbahn-br-Dachstein-Südwandhütte, 1910 m, bew. Ende Mai bis Anfang November, Telefon Hütte +43/(0)3687/81509, Telefon Tal +43/(0)3687/81314, www.pernerhoframsau.at/pernerhof/suedwandhuette.htm-br-In der Nähe der Talstation der Gletscherbahn: Berghotel Türlwandhütte, 1750 m, Telefon +43/(0)3687/81230, www.tuerlwand.at-br-Gasthof Hunerkogel, 1700 m, Telefon +43/(0)3687/81217, www.hunerkogel.at-br-

Bemerkung

Infos und Betriebszeiten der Dachstein Gletscherbahn unter Telefon +43/(0)3687/22042/810 bzw. unter www.dachsteingletscher.at

Mautfreie Auffahrt bei Benützung der Gletscherbahn

Wegen des oft großen Andranges am Klettersteig sollte man Wartezeiten einrechnen. Daher auch nur bei wirklich sicherem Wetter einsteigen, es gibt beim Johann nur den Weg nach oben oder nach unten! Für Anfänger und Kinder ist der Steig nicht geeignet!

Der Johann Klettersteig wird auch als Südwand Klettersteig bezeichnet.

Diese Tour wird mit freundlicher Genehmigung von www.alpintouren.com zur Verfügung gestellt. Alle Texte, Bilder und Informationen sind urheberrechtlich geschützt.

Adresse Johann Klettersteig auf die Dachsteinwarte